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Wir fordern einen „Masterplan Hafenwirtschaft“

Zur aktuellen Diskussion um den Werftstandort Schleswig-Holstein erklärt die hafenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kerstin Metzner:

Eine Kieler Traditionswerft schließt zum Jahresende, eine Rendsburger Werft reduziert ihr Personal drastisch.  Das ist ein schwerer Schlag für die maritime Wirtschaft Schleswig-Holsteins und die betroffenen Arbeitnehmer. Rendsburg ist als ein renommierter Werftstandort bekannt. Den Personalabbau auf der Rendsburger Werft können wir nicht akzeptieren.  Bislang war dort die zuverlässige Abwicklung von Reparaturarbeiten an Behördenschiffen des Landes gewährleistet. Wie wird sich die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren entwickeln? Wird es künftig genügend Möglichkeiten für die Reparatur von Havaristen vom NOK geben?

Wir unterstützen den Einsatz der IG Metall in ihrer Bestrebung gegen den massiven Personalabbau am Standort Rendsburg. Gleichzeitig fordern wir von der Landesregierung, dass sie Mittel und Wege findet, die maritime Wirtschaft Schleswig-Holsteins zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Auf Bundesebene wird der Überwasserschiffbau als Schlüsseltechnologie angesehen. Das ist die beste Grundlage dafür, dass der Wirtschaftsminister die angekündigten Fördermittel ins Land holt. Bernd Buchholz ist mit dem Versprechen angetreten, die Hafenstandorte zu stärken. Unsere Werften sind deren untrennbare Bestandteile. Leider ist es bisher nur bei den bloßen Ankündigungen des Ministers geblieben.