PDF-Version Drucken

Wer um Fachkräfte wirbt, muss sie auch fristgerecht bezahlen

Zu Presseberichten, wonach die angestellten Lehrkräfte schon wieder mit Verzögerungen bei der Auszahlung ihrer Gehälter konfrontiert sind, erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:

„Noch vor wenigen Wochen hat das Finanzministerium auf unseren Antrag hin im Bildungsausschuss über die Mängel beim Personalverwaltungsprogramm KoPers berichtet, die dazu geführt haben, das Lehrkräfte im Angestelltenstatus im August mit erheblichen Verzögerungen bei der Auszahlung ihrer Bezüge leben mussten. Der Finanzstaatssekretärin Dr. Schneider zufolge seien diese Probleme überwunden.

Heute lesen wir nun, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Im August waren 600 Personen betroffen, im September sind es bereits 900.

Gleichzeitig verkündet Bildungsministerin Prien eine Werbekampagne für den Lehrerberuf. Diesen Beruf kann man nur mit sehr viel Idealismus gut ausüben, aber der Idealismus geht nicht so weit, dass man beliebig lang auf sein Gehalt wartet.

Als Erklärung dafür auf Verzögerungen bei den Schulämtern zu verweisen, verwundert schon, da diese seit Jahren ein gleiches Verfahren praktizieren und es hier keine Änderungen gab. Die Miete wird auch bei Lehrern pünktlich abgebucht, und Lehrkräfte sollten nicht gezwungen sein, mit ihrem Dienstvertrag in der Hand bei ihren Vermietern um Geduld zu bitten. Wenn das Land so mit seinen Beschäftigten umgeht, wird die Werbekampagne ins Leere laufen!“