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Vorstoß der SPD für einen neuen dauerhaften Feiertag für Schleswig-Holstein

Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Özlem Ünsal, stellte heute einen Gesetzentwurf zur Änderung des Feiertagsgesetzes vor, wonach für Schleswig-Holstein ein neuer regulärer Feiertag eingeführt werden soll. Sie erklärte dazu gegenüber der Presse:

Zusammen mit dem DGB setzen wir uns für einen zusätzlichen Feiertag für Schleswig-Holstein ein. Dieser stellt einerseits eine Wertschätzung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und andererseits einen Ausgleich im Nord-Süd-Gefälle dar.

Unsere Präferenz lag in erster Linie auf dem 2. November. Dieser Tag wurde von uns präferiert, als Gedenken an den Ausbruch der Revolution von 1918, die in Kiel ihren Ausgang nahm und den Auftakt zur Beendigung des Ersten Weltkrieges sowie zur Gründung des ersten demokratischen Staates in Deutschland bildete. 2018 ist der 100. Jahrestag dieses Ereignisses.

Eine wichtige Rolle bei unserer Entscheidung spielte auch die Einigung der fünf norddeutschen Länder, unter denen Mecklenburg-Vorpommern diesen Tag bereits als regulären Feiertag eingeführt hat. Es ist für viele Menschen, besonders in den Kreisen, die nahe an Hamburg, Niedersachen oder Mecklenburg-Vorpommern liegen, sinnvoll, wenn sie nicht vor ihrer Haustür eine Feiertagsgrenze vorfinden. Deshalb hat unsere Fraktion heute einen Gesetzentwurf zur dauerhaften Verankerung des 31. Oktober als Reformationstag in unseren immer noch schmalen Feiertagskalender eingebracht.

Wir kommen damit dem Wunsch vieler Menschen in Schleswig-Holstein nach einem zusätzlichen Feiertag im Verbund mit den Nordländern nach.