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Plattdeutsch gehört auch an weiterführende Schulen

Zur Mitteilung des Bildungsministeriums, dass freiwillige Angebote in Niederdeutsch mit Beginn des neuen Schuljahres auch an sieben Gemeinschaftsschulen und Gymnasien geführt werden sollen, erklärt die Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Niederdeutsch, Birte Pauls:

Unsere Landesregierung setzt ihre Planungen konsequent um. Im Januar hatte sie in ihrem umfangreichen Bericht zur Fortschreibung des Landesplans Niederdeutsch dargelegt, wie sie ihre internationalen und nationalen Verpflichtungen zum Schutz der Minderheiten- und Regionalsprachen erfüllt. Der Hauptakzent liegt dabei natürlich bei der Verankerung des Niederdeutschen in den Bildungseinrichtungen.

Die 2013 begonnene Initiative, Plattdeutsch-Angebote an mittlerweile 29 Grundschulen einzuführen, an denen sich mehr als 2.000 Kinder beteiligen, ist ein großer Erfolg. Es wäre schade, wenn auf die vier Jahre in der Grundschule nichts mehr folgen würde.

Die Einbeziehung des Plattdeutschen in die Arbeit der weiterführenden Schulen ist der richtige Weg, um einem „Aussterben“ der Sprache entgegenzuwirken, aber auch, um diese Sprache weiter zu entwickeln.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Angebote an den sieben weiterführenden Schulen von vielen Schülerinnen und Schülern angenommen würden und zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr Schulen, z. B. aus dem Bereich der berufsbildenden Schulen, in dieses Programm eingebunden werden könnten.