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Neuregelung des muttersprachlichen Unterrichts nur mit solider Vorbereitung

Zum Tagesordnungspunkt „Herkunftssprachlicher Unterricht“ bei der heutigen (24.03.2017) Sitzung im Landtag erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Habersaat:

Im Lutherjahr 2017 knüpft die FDP an die wenig ruhmreiche Tradition der Türkenbriefe an und legt ein Türkenbrieflein vor. Seit 1977 gelten die Richtlinien für muttersprachlichen Unterricht, für Kinder unterschiedlicher Herkunft. Auch für die Türkei - beispielsweise auch trotz eines Militärputsches dort 1980.

Natürlich gehen wir davon aus, dass Lehrkräfte anderer Staaten sich an Grundgesetz und Landesverfassung halten. Wer etwas anderes behauptet, müsste Beweise vorlegen.

Wir sind gerne bereit, uns über die Zukunft des muttersprachlichen Unterrichts zu unterhalten. Aber soll es dann nur das Türkische sein? Jedenfalls brauchen wir eine solide Vorbereitung und enge Absprachen mit der KMK. Wir sind gerne bereit, hier Anstrengungen zu unternehmen. Da halten wir es mit Luther: "Anstrengungen machen gesund und stark".