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Mehr Unterstützung für Lehrkräfte an Förderzentren

Zur Besetzung der Planstellen an den Förderzentren hat der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat, eine Kleine Anfrage gestellt. Zu den von der Landesregierung mitgeteilten Zahlen erklärt er:

Die Unterrichtsversorgung an den Förderzentren ist ein besonders sensibles Thema. Im letzten Schuljahr gab es Vertretungsbedarf für 9,2 % der Unterrichtsstunden, von denen 1,9 % ersatzlos ausfallen mussten.

Nach den von der Landesregierung mitgeteilten Zahlen werden derzeit knapp 3 % der Unterrichtsstunden an Förderzentren von Personen unterrichtet, die keine Lehrerausbildung besitzen, also auch keine Erste Staatsprüfung.

Das ist grundsätzlich nicht zu beanstanden und zur Sicherung der Unterrichtsversorgung unerlässlich. Aber gerade für den Bereich der Förderzentren gibt es einen erheblichen Bedarf an Unterstützung für diese Lehrkräfte, die nur durch ausgebildete Lehrkräfte geleistet werden kann.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte Recht damit, bei den Haushaltsberatungen für alle Schularten 1,65 Millionen Euro zu beantragen, mit denen Entlastungen für ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer finanziert werden sollten, die pädagogisch nicht ausgebildete Lehrkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen.

Der haushaltspolitische Spielraum für eine solche relativ kleine Summe wäre vorhanden gewesen. Die Jamaika-Koalition zieht es aber vor, die Schulen mit diesem Problem alleinzulassen.