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Maklercourtagen begrenzen – Mieter und Käufer entlasten!

Die SPD bringt zur nächsten Landtagssitzung einen Antrag (Drs-Nr.: 19/955) ein, in dem sie eine drastische gesetzliche Kürzung von Maklercourtagen bei zur Vermietung oder zum Verkauf stehenden Wohnobjekten fordert. Dazu erklärt die wohnungsbaupolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Özlem Ünsal:

„Bei bis zu 80 % durch Makler vermittelte Wohnobjekte besteht faktisch keine Wahlfreiheit bei der Inanspruchnahme von Maklerdienstleistungen. Menschen, die eine Wohnung mieten oder kaufen wollen, dürfen nicht mehr unter der Last von teilweise astronomisch hohen Maklergebühren leiden. Hohe Maklerkosten halten sich nur deshalb weiterhin am Markt, weil Menschen ihrem Grundbedürfnis nach Wohnraum nachkommen müssen und auf dem Wohnungsmarkt derzeit teils akute Versorgungsengpässe bestehen.

Grade junge Familien oder Haushalte mit wenig Eigenkapital haben so von vornherein keine Chance neuen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Deshalb muss es ein gesellschaftspolitisches Interesse an einer Begrenzung der Maklercourtagen geben. Wenn vielerorts Maklercourtagen sogar ein durchschnittliches deutsches Nettojahresgehalt übersteigen, ist das ein Missstand, den wir als SPD beseitigen wollen.“