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Jamaika stellt Leistung und nicht das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt

Zur heutigen (29.05.2018) dpa-Meldung  (Deutsche Presseagentur) über die bildungspolitischen Pläne der Landesregierung erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:

Wir lehnen die Verpflichtung von Noten für Grundschule, die die Landesregierung ab der dritten Klasse einführen will, ab.

Schulnoten sind schon immer fast ausnahmslos nur für gute Schülerinnen und Schüler ein unterstützendes Bewertungsmaß. Schwächeren Schülerinnen und Schülern helfen Noten in der Regel nicht, sondern führen häufig zu ihrer Stigmatisierung und damit verbundenen Schulängsten. Die Landesregierung stellt mit ihrem Vorhaben die Leistungsmessung von Kindern in Grundschulen deutlich stärker in den Vordergrund als eine altersangemessene Pädagogik, von der alle Schülerinnen und Schüler profitieren.

Wenn Noten laut Aussage des Ministeriums ab Klasse 3 als Regel definiert werden, zeigt das deutlich, wo die Jamaikakoalition ihren Schwerpunkt setzt. Es ist nicht gut für das Wohl der Kinder, wenn Leistung statt einer von Leistungsdruck unbelasteten Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt wird.