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Jamaika richtet sich gegen das Handwerk

Zur Ablehnung der gebührenfreien Meisterprüfung durch CDU, FDP und Grüne in der heutigen (28.03.2018) Sitzung des Wirtschaftsausschusses erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thomas Hölck:

„Die SPD wollte neue Anreize für Meisterinnen und Meister schaffen. Mit der gebührenfreien Meisterprüfung wollen wir der Meisterausbildung  einen neuen  Stellenwert geben. Das wäre ein wichtiger Schritt hin zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung gewesen. Die Zahl der Meisterabsolventen stagnierte in Schleswig-Holstein in den zurückliegenden Jahren und liegt im Schnitt bei rund 600 Absolventen - und das bei 31.000 Handwerksbetrieben! In ganz Deutschland ist seit 2013 die Zahl der Meisterweiterbildungen sogar rückläufig. Für die wichtige Frage von Betriebsübernahmen ist eine Erhöhung der Absolventenzahlen zwingend notwendig. Die SPD-Landtagsfraktion steht für eine mittelstandsfreundliche und handwerksorientierte Wirtschaftspolitik. Dabei wollen wir wirtschaftlichen Erfolg mit guter Arbeit verknüpft wissen. Das geht nur mit guter Aus- und Weiterbildung. Die heutige Entscheidung von CDU, FDP und Grüne richtet sich gegen das Handwerk und sogar gegen die eigenen Ankündigungen dieser Landesregierung, Schleswig-Holstein zum mittelstandsfreundlichsten Bundesland machen zu wollen.“