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Ideologie von „Häuptlingen und Indianern“

Zum SPD-Antrag „Stärkung der Berufs- und Studienorientierung“ (Drs-Nr.: 19/814) erklärt der stv. Vorsitzende und bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Habersaat:

„Die Landesregierung will die Lehrämter für Gymnasien und Gemeinschaftsschulen künftig wieder trennen. Dahinter steckt eine Ideologie von „Häuptlingen und Indianern“. Die Gymnasien sollen auf ein Studium vorbereiten und mit den Hochschulen kooperieren (so steht es im Koalitionsvertrag), die Gemeinschaftsschulen sollen für die anderen Schülerinnen und Schüler und, bis auf Einzelfälle, für die Inklusion zuständig sein.

So geht es im Jahr 2018 nicht mehr! Aus unserer Sicht sollen deshalb alle Schularten Berufsorientierung in alle Richtungen leisten. In dieser Auffassung hat uns nicht zuletzt unsere Praxiswoche im Handwerk bestärkt, in der wir viele Abiturientinnen und Abiturienten kennengelernt haben, die sich für eine Karriere im Handwerk entschieden haben. Auf der anderen Seite steht der Weg an die Hochschulen heute viel mehr Menschen offen als in der Vergangenheit. Das ist ein Erfolg sozialdemokratischer Bildungspolitik.“