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Eine Hamburgerin!

Zur Vorstellung der Schatten-Bildungsministerin der CDU erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:

So schnell lernt die CDU dazu: noch im letzten Jahr beantragte sie vollmundig im Landtag die Einführung einer Verpflichtung für Regierungsmitglieder, ihre Wohnung in Schleswig-Holstein zu nehmen. Und jetzt ist der erste Vorschlag des CDU-Spitzenkandidaten für eine von ihm geführte Landesregierung – die schulpolitische Sprecherin der Hamburger CDU-Bürgerschaftsfraktion. Ob es sehr fair von Herrn Günther ist, bei der nicht eben mit vielen Leistungsträgerinnen ausgestatteten Hamburger CDU zu wildern, ist nicht mein Problem. Es sind ja auch nur ein paar Wochen.


Die Kandidatin weiß hoffentlich, worauf sie sich einlässt. Sie wäre die CDU-Bildungsministerin, die die CDU-Schweinefleischpflicht an den Mensen unserer Schulen durchzusetzen hätte. Sie will den Kurs mittragen, den mühsam gewonnenen Schulfrieden wieder aufzukündigen und G9 an allen Gymnasien zwangsweise durchzusetzen. Obwohl wir mit G9 an Gemeinschaftsschulen und G8 an Gymnasien ein gutes Modell haben - das übrigens dem in Hamburg entspricht. Über die von Daniel Günther zwischenzeitlich verkündete Abkehr von der Inklusion hat sie sich nicht geäußert. Zu hoffen wäre, dass die CDU Schleswig-Holstein hier mit Rat von außen wieder zur Besinnung kommt.

Für uns eine gute Vorlage: Schulfrieden gibt es nur mit einer SPD-geführten Regierung mit Britta
Ernst als Bildungsministerin. Frau Prien kann nur gewinnen – wenn schon nicht die Wahl, so doch jedenfalls an Erfahrung.