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Die Sucht nach Schönheit, Kraft und Leistungsstärke kann teuer zu stehen kommen!

Zu den in Lübeck gefundenen Dopinglaboren erklärt der Sucht- und Gesundheitsexperte der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Heinemann:

 „Mit der schnellen Information sowie vermeintlichen Hilfe aus dem Netz hat in unseren Zeiten des schnellen Erfolges auch der Handel mit illegalen Medikamenten zugenommen. Im Sport sind diese Stoffe, die dem männlichem Hormon Testosteron nachempfunden sind und Höchstleistungen provozieren, seit langem bekannt. Auch in der Bodybuilder-Szene sind anabole Steroide stark nachgefragt.

Während man im Bereich der Sportfunktionäre diesem massiven körperlichen Missbrauch immer mehr auf die Schliche kommt und dort drastische sportliche Folgen drohen, ist der „freie Drogenmarkt“ weiterhin meist im Dunkeln. Besonders dramatisch ist die Situation im Darknet, durch das unerlaubte Substanzen aus Fernost oft leicht zu beziehen sind. Körperliche Schäden sind manchmal durch Spätfolgen an den Körpern ehemaliger Athleten ablesbar. Sie zahlen einen hohen Preis für vermeintliche Schönheit, sportlichen Erfolg und scheinbar dauerhafte Stärke.

Wir fordern von der Landesregierung neben der Verfolgung der Profiteure von Giftküchen auch eine Intensivierung der Präventionsarbeit. So könnten Pflichtaushänge in Fitness-Studios, die über die möglichen negativen gesundheitlichen Folgen nach der Einnahme verbotener Mittel zur Leistungssteigerung informieren, abschreckend wirken. Auch eine verstärkte öffentliche Berichterstattung über die Folgen des Missbrauchs kann zur Prävention beitragen.“