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Die Landesregierung begibt sich bei der Sportentwicklung auf den falschen Weg

Die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kathrin Wagner-Bockey erklärt zum TOP 30 „Sportentwicklungsplan für Schleswig-Holstein“:

„Die SPD-Fraktion sieht das Vorhaben der schwarzen Ampel, einen Landesentwicklungsplan auf den Weg zu bringen, kritisch. Aus dem Jahr 2015 gibt es umfangreiches, statistisches Datenmaterial. Damals hatte das Innenministerium in Zusammenarbeit u.a. mit dem Landessportverband  und den Kreissportverbänden die Tendenzen der  Sportentwicklung analysiert. In Anlehnung an diese Erkenntnisse wird deutlich, dass Sportentwicklungspläne auf kommunaler Ebene Sinn machen. Auf Landesebene hingegen werden sie schnell zu Papiertigern! Der aktuelle Antrag der schwarzen Ampel bleibt in seinen Überlegungen zu vage. Wichtige Aspekte wie die Entwicklung des Sports im Bereich der Inklusion, werden beispielsweise überhaupt nicht genannt.

Von Kommune zu Kommune, von Verein zu Verein gibt es große, individuelle Unterschiede. Was wir brauchen, sind flächendeckende, kommunale Sportentwicklungspläne, die die Sportstättensanierungen vor Ort in die Überlegungen mit einbeziehen. Damit würden die Kommunen in der Zusammenarbeit mit den Sportvereinen in die Lage versetzt werden, ihr Geld zielgerichtet und zukunftsorientiert auszugeben. Wir fordern das Land deshalb auf, hier neue finanzielle Anreize vor Ort zu bieten.“