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Die Gesundheit unserer Kinder ist ein kostbares Gut

Es gilt das gesprochene Wort!

Hinweis: Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden:

http://www.landtag.ltsh.de/aktuelles/mediathek

Kiel, 6. September 2018

TOP 17: Medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern (Drs-Nr.: 19/882)

„Bitte richten Sie, Herr Minister, Ihrem Team einen herzlichen Dank der SPD für Ihren Bericht aus. Der Dank gebührt auch Ihnen selbst für die schnelle Berichterstattung. Wir sind froh, dass wieder mehr Kinder geboren werden aber nicht froh, dass immer mehr Kinder- und Jugendärzte aus dem Berufsleben ausscheiden werden. Wir freuen uns über mehr Sorgfalt bei der Prävention von Krankheiten im Kindesalter und mehr Vorsorge wozu auch z.B. die neue 7a Untersuchung und andere gehören. Nicht erfreut sind wir über längere Wartezeiten oder das Abweisen von Kindern und Jugendlichen. Dies ist ja besonders im Hamburger Rand vorgekommen. Und warum? Weil die Bedarfsrichtlinien teilweise über 30 Jahre alt sind und zu einer Zeit erstellt wurden, als man noch von einer Ärzteschwämme sprach und die Vorsorgeuntersuchungen deutlich knapper kalkuliert waren. Die Erwartungen der Eltern sind oft anspruchsvoller und Kinder verhaltenskreativer. Es ist gut, wenn auch EU-Bürger wie Rumänen oder Bulgaren in Brennpunktstadtteilen auf die Gesundheit ihrer Kinder achten. Aufwändig sind aber Behandlungen und Untersuchungen, für die z.B. Dolmetscher erforderlich sind. Auch dafür sind Lösungen erforderlich. Dies ist sicher auch im Interesse der EU und hat übrigens mit Flüchtlingen nichts zu tun. Hier hilft manchmal das Instrument des Sonderbedarfs, der dem Brennpunkt im Billstedt oder Gaarden zugutekommen kann. Es geht auch anders, wenn z.B. der Begriff Hausarzt in der Holtenauer Straße in Kiel eine ganz besondere Bedeutung hat, wenn nämlich fast jedes Haus dort einen Arzt hat.

 

Auffällig ist die Versorgung mit Kinder- und Jugendärzten im Hamburger Rand. Glinde ist eines der ersten Opfer der knapper werdenden ärztlichen Ressourcen. Fast ein Drittel der Kinder- und Jugendärztinnen sind über 60. Die 174 praktizierenden Kinder- und Jugendärzte in Hamburg und die 205 in Schleswig-Holstein könnten sicher besser vernetzt werden und die Rahmenbedingungen gestaltet werden. Frau Prüfer-Storck in Hamburg und Herr Spahn in Berlin sind sich offenbar darüber einig, dass bei der Bedarfsplanung auch die Landes- bzw. Bundesaufsicht eine wichtige Rolle einnehmen sollten. In Hamburg ist das schon so und unser Gesundheitsminister ist sicher selbstbewusst genug, das auch in Schleswig-Holstein zu ermöglichen und sich zwischen die Verhandlungspartner Kassen und KV zu setzen und Einfluss zu nehmen. Machen wir uns auf den Weg und nehmen wir als Land unsere Mitverantwortung wahr. Herr Minister, Sie können mehr. Und Sie haben unsere Unterstützung wenn es um die Gesundheit u