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Der Weg ist frei für die Einrichtung einer Integrierten Station Unterelbe

Pressemitteilung vom 18.12.2002, Nr.: 181/2002 von Konrad Nabel

Zur Einrichtung einer Integrierten Station im Bereich der Unterelbe erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Konrad Nabel: Die SPD-Fraktion begrüßt es, dass mit Verabschiedung des Haushaltes 2003 die Integrierte Station Unterelbe nunmehr eingerichtet werden kann. Die Haseldorfer Marsch weist naturräumliche Gegebenheiten auf, die einmalig in Schleswig-Holstein sind. Naturnahe Überschwemmungsbereiche und eine strukturreiche Kulturlandschaft prägen das Landschaftsbild. Bereits 1984 wurden weite Bereiche als Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe unter Schutz gestellt und durch eine intensive Betreuung vor Ort weiter entwickelt. Die Kommunen, die Naturschutzverbände, insbesondere der NABU, und unser örtlicher Abgeordneter Helmut Plüschau haben über einen langen Zeitraum hervorragende Vorarbeit im Sinne des Naturschutzes geleistet. Dadurch sind gute personelle und räumliche Voraussetzungen geschaffen worden, die weiter unterstützt und gefördert werden müssen. Von der bisherig geleistet Arbeit hat sich der Arbeitskreis Umwelt der SPD-Fraktion im Frühjahr dieses Jahres ein umfassendes Bild gemacht. Um den Naturraum langfristig zu pflegen und zu erhalten, ist die Einrichtung einer Integrierten Station äußerst sinnvoll. Integrierte Stationen dienen der Umsetzung von ökologischen und ökonomischen Zielen für besonders bedeutsame Naturräume in Schleswig-Holstein. Sie verknüpfen Aspekte von Naturschutz, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Regionalentwicklung, Tourismus, wissenschaftlichen Untersuchungen und Öffentlichkeitsarbeit. Durch die Schaffung der Integrierten Station in Haseldorf für den Bereich der Unterelbe wird das Netz der Stationen, die bisher im Eider-Treene-Sorge-Gebiet und in der Geltinger Birk angesiedelt sind, weiter ausgebaut. In Zeiten schwieriger Haushaltslage müssen inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden. So ist es möglich geworden, Personalkosten- und Sachmittel zur Verfügung zustellen. Im ersten Halbjahr 2003 wird eine freiwerdende Stelle der Integrierten Station zur Verfügung gestellt. Dadurch kann eine kontinuierliche Betreuung vor Ort geleistet und die äußerst erfolgreiche Arbeit der bereits bestehenden Stationen auch in der Region Unterelbe fortgesetzt werden. Als weitere Perspektive ist nach einer Anlaufphase eine Kooperation mit Glückstadt wünschenswert und sinnvoll.