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Das Retten von Menschen kann man nicht am Schreibtisch üben!

Zur heutigen Anti-Terror-Übung „Pandora“ erklärt der polizeipolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Kai Dolgner:

Die heutige Antiterrorübung ist unverzichtbar, damit unsere Polizeibeamte und unsere Rettungskräfte sich so realitätsnah wie möglich auf eine Situation vorbereiten, wie sie hoffentlich in Schleswig-Holstein nie eintrifft. Die vielen Entscheidungen, die unsere Einsatzkräfte treffen mussten kann man nicht am grünen Tisch oder im einem Hörsaal üben, z.B. als sie zu einem gesprengten Bus kamen, bei dem nicht klar war, ob der Terrorist noch lebt und ob es noch einen weiteren Sprengsatz gibt. Der Stress und das Entscheidungsdilemma zwischen ständiger Hilfeleistung für schwerverletzte und traumatisierte Opfer, Eigensicherung, Abwehr weiterer Gefahren und Verfolgung der Täter verlangt unseren Einsatzkräften schon in einer Übungssituation alles ab.

Es hat sich wieder gezeigt: Wer im Blaulichtbereich arbeitet und seinen Kopf hinhält verdient unseren höchsten Respekt. Es ist körperlich und geistig hochgradig belastend und unser besonderer Dank gilt den Einsatzkräften.

Es ist sehr bedauerlich, dass offenbar nur der Kollege Peters und ich die Zeit im Wahlkampf gefunden haben uns von der absoluten Notwendigkeit, auch der gewählten Art und des Umfanges der Übung zu überzeugen.  

Völlig absurd sind die Unterstellungen des Kollegen Breyer gegenüber Innenminister Studt. Zunächst einmal würde es mir eher Angst machen, wenn sich unsere Kräfte nicht vorbereiten würden und wichtiger noch, wieso sollte denn seiner Meinung nach ausgerechnet die SPD von einer ängstlichen Stimmung profitieren? Mit Angstmache geht eine ganz andere Partei auf Stimmenfang mit der wir nun so gar nichts am Hut haben.