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Bildungsauftrag in Kindertagesstätten umsetzen

Pressemitteilung Nr.: 113/2002 von Birgit Herdejürgen

Zu den heute von Ministerin Moser vorgestellten Vorschlägen für die weitere Entwicklung des vorschulischen Bereichs erklärt die SPD-Sozialpolitikerin Birgit Herdejürgen: „Unsere Kindertagesstätten haben nicht ohne Grund einen eigenen Bildungsauftrag. Eine kindergerechte Bildung in diesem Sinne bedeutete eine umfassende Bildung, mit der die Kinder ihr soziales Umfeld kennen lernen und nutzen können. Sie sollen motorische, kognitive und soziale Fähigkeiten erwerben. Im Zusammenhang mit der PISA-Studie ist der Bildungsauftrag auch insofern wichtig, als die Kinder vergleichbare Voraussetzungen für den Schuleintritt erwerben. Dies soll jedoch kein vorgezogenes Grundschuljahr sein, sondern vor allem die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes fördern. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe sei eine wesentliche Grundlage für die künftige Kindertagesstättenplanung, so die Abgeordnete weiter. So seien enge Kooperationen zwischen Kindertagesstätte und Schule, beispielsweise im Rahmen gemeinsamer Fortbildungen, ein sinnvoller Schritt. Land, Kommunen und freie Träger müssten sich über konkrete Ziele vereinbaren. „In Schleswig-Holstein gibt es eine gute Versorgung mit Kindertagesstätten, auch in den Flächenkreisen. Nun muss es darum gehen, das bestehende Angebot dem Bedarf noch besser anzupassen, Qualitätsmerkmale zu sichern und weiterzuentwickeln. Hier sind besonders die Träger der Kindertagesstätten gefragt.“ (sib)