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SPD-Abgeordnete im SOS-Kinderdorf

Nach der Fraktionsklausur in Hohwacht besuchte eine Gruppe SPD-Landtagsabgeordneter das SOS-Kinderdorf Schleswig-Holstein in Lütjenburg. Die Abgeordneten waren beeindruckt von dem umfangreichen Angebot des SOS-Kinderdorfs für Kinder und Familien.

Einrichtungsleiter Dirk Baumann führte die Gruppe über das weitläufige Gelände und eine Kinderdorfmutter öffnete ihre Tür für einen Einblick in ihr modernes, lichtdurchflutetes Haus, das vier Kindern von sieben bis 16 Jahren ein Zuhause bietet. Im anschließenden Gespräch ging es vor allem um Fragen der Finanzierung z. B. von frühen Hilfen, Schulsozialarbeit und Jugendhilfe-Leistungen. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass die Kreise, die für die Kinder- und Jugendhilfe zuständig sind, die Standards absenken. Bedauert wurde, dass soziale Leistungen zunehmend unter betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachtet würden, statt sie als Investitionen in die Zukunft zu begreifen, denn im SOS-Kinderdorf erhielten die Kinder eine Startchance durch den Ersatz einer Familie.

Die Abgeordneten, darunter Sozial- und Bildungspolitiker unter Führung des Fraktionsvorsitzenden Ralf Stegner hoben hervor, dass die Landesmittel – im Gegensatz zu den Bundesmitteln – für frühe Hilfen weiterhin gewährt werden und dass die Mittel für Schulsozialarbeit gewaltig erhöht worden seien – und zwar unbefristet. Da das SOS-Kinderdorf auch in der Schulsozialarbeit tätig ist, wurde diese Nachricht mit Anerkennung aufgenommen.

Beide Seiten stimmten darin überein, dass die Beschäftigten möglichst unbefristet angestellt und tariflich entlohnt werden sollten; dies ist teilweise aber nur durch eine Teilfinanzierung aus dem Spendenaufkommen möglich. Man war sich auch einig, dass diese wichtige Arbeit in vielen sozialen Bereichen und zum Wohl von Kinder, Jugendlichen und Familien eine neue Wertschätzung erfahren muss. Sie sei ein wichtiger Teil eines aktiven Staates, so der Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner, der das Bemühen der SPD deutlich machte, die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit sozialer Leistungen für die ganze Gesellschaft zu überzeugen.

 

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Einrichtungsleiter Dirk Baumann führt die Abgeordneten sowie einige SPD-Kommunalpolitiker über das Gelände des SOS-Kinderdorfes.