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Schleswig-Holstein tut viel für Kinder und Familien

„Einer der Schwerpunkte unserer Koalition ist das Thema Bildung. Kitas sind für uns Bildungsstätten, deshalb fördern wir als Land die Kinderbetreuung erheblich, obwohl sie eine kommunale Selbstverwaltungsaufgabe ist. Und auch auf die neue Herausforderung – Betreuung von Flüchtlingskindern – sind wir gut vorbereitet“, so die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Serpil Midyatlı.

Nun hat Sozialministerin Kristin Alheit mit den Kommunen eine Vereinbarung geschlossen, um mehr Plätze in Kitas und Qualitätsverbesserungen bei der Kinderbetreuung zu erreichen.

Mit dem vereinbarten Maßnahmenpaket im Umfang von 138,5 Mio. Euro für die Jahre 2016 bis 2018 sollen weitere Betreuungsplätze geschaffen und die 2014 eingeleiteten Qualitätsverbesserungen in Kindertageseinrichtungen gesichert werden, z. B. durch Verbesserungen beim Fachkräfteschlüssel (eine halbe Stelle mehr für Ganztagsgruppen).

„Ab 1. Januar 2017 wollen wir zudem unser Versprechen des Einstiegs in die beitragsfreie Kita umsetzen: Dann sollen Familien für die Betreuung ihres unter dreijährigen Kindes einen Beitragszuschuss von bis zu 100 Euro pro Monat erhalten“, erläutert Serpil Midyatlı.

Aufgrund der intensiven Förderung durch das Land haben wir seit der Übernahme der Regierung im Jahr 2012 schon eine Menge erreicht. So liegt die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren bei 31 Prozent; 2012 waren es nur 24 Prozent. Wir haben also einen deutlichen Zuwachs bei Krippenbetreuung erreicht. Von den Drei- bis unter Sechsjährigen werden gut 93 Prozent in Kitas oder Tagespflege betreut, das sind fast zwei Prozentpunkte mehr als 2012.

In diesem Jahr erhalten die Kreise und kreisfreien Städte dafür Landes- und Bundesmittel in Höhe von gut 165 Mio. Euro. Für den laufenden Betrieb bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren gibt es 2015 insgesamt 101,74 Mio. €, davon mehr als 73 Mio. € vom Land. 2012 kamen Bund und Land gemeinsam auf 33 Millionen Euro Zuschüsse. Als Betriebskostenzuschüsse für Krippenplätze stehen jährlich weitere 70 Mio. € bereit, im Bereich der Kindertagesbetreuung gibt es zusätzliche Mittel in Höhe von 5 Mio. € für Qualitätsmanagement. Für Investitionen in Kitas wurden den Kreisen und kreisfreien Städten seit 2008 für den Ausbau der Kindertagesbetreuung 111,9 Mio. Euro an Bundes- und 82,3 Mio. Euro an Landesmitteln zugewiesen.

Die Landesförderung wird zwar anhand bestimmter Kriterien auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt, den Kreisen bleibt es jedoch überlassen, nach welchen eigenen Kriterien sie diese Mittel an ihre Städte und Gemeinden weitergeben.

Die Landesregierung unterstützt auch betriebliche Kinderbetreuung, wenn diese in den Bedarfsplan des jeweiligen örtlichen Trägers der Jugendhilfe aufgenommen ist und auch Kinder von Nicht-Betriebsangehörigen die Betriebs-Kindertagesstätte besuchen können.

Die Ausgestaltung der Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen liegt in der Verantwortung der Kommunen und der Träger der Einrichtungen.