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Mehr Qualität in der Kinderbetreuung und Entlastung der Familien

Ausreichend Krippen- und Kita-Plätze und eine gute Betreuung – das ist das Ziel der rot-grün-blauen Koalition. Und wir sind auf einem guten Weg:

Rund 110.600 Kinder werden in Kindertagesstätten und von Tagespflegepersonen betreut. Das sind über 96 % der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren und über 31 % der unter dreijährigen Kinder (Daten aus 2015).

Für die Kitas – Investitionen, Betriebskosten, Fachberatung, Qualitätsmanagement und Sonderprogramme – stellt das Land jährlich über 210 Mio. Euro zur Verfügung, Krippenplätze werden mit 100 Mio. Euro unterstützt. Im letzten von der schwarz-gelben Landesregierung verantworteten Haushalt waren dafür 33 Mio. Euro eingestellt. Darauf weist die kinder- und familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Serpil Midyatli, hin. „Jetzt jedoch, wo die CDU in der Opposition ist, entdeckt sie ihr Herz für die Kleinsten und fordert mehr Geld für Kinderbetreuung! Ein Schelm, wer böses dabei denkt!“

2014 wurde mit Qualitätsverbesserungen in Kindertageseinrichtungen begonnen. „Mit der Kita-Offensive für die Jahre 2016-2018, über die mit den kommunalen Landesverbänden Einigung erzielt wurde, setzen wir diesen Weg fort und investieren 138,5 Mio. Euro. Bereits im August werden wir den Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessern und Ganztagsgruppen mit einer halben Stelle verstärken“, erläutert die Abgeordnete. Dann werden auch am Nachmittag Kinder zwischen 3 und 6 von zwei Fachkräften betreut. Dafür zahlt das Land 51 Mio. Euro. „Angesichts dieser Vereinbarung mit den Kommunen kann man wohl kaum behaupten, unsere Politik ginge zu Lasten der Gemeinden, wie die CDU behauptet.“

Die Koalition habe ein Programm für bis zu 100 Familienzentren aufgelegt, in denen Familien gebündelt, wohnortnah und niedrigschwellig Angebote für Beratung und Unterstützung erhalten.

Doch trotz aller Mittel von Land und Bund für die Kitas sind die Gebühren in Schleswig-Holsteins Gemeinden sehr unterschiedlich und generell zu hoch. Midyatli: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Bildung und Betreuung von der Krippe bis zur Uni kostenfrei zu machen. Das wird aber nur über einen längerfristigen Zeitraum möglich sein.“ Doch die rot-grün-blaue Koalition macht den Anfang: mit dem Kita-Geld ab 1. Januar 2017. Dann werden Eltern für ihr Kind unter 3 Jahren, das in einer Krippe oder von einer Tagesmutter betreut wird, 100 Euro pro Monat Zuschuss erhalten.

Das Kita-Geld, das wir nach und nach aufstocken wollen, soll Familien entlasten. Das ist uns wichtig. Deshalb wollen wir nicht gute und bezahlbare Kita gegeneinander ausspielen, wie es die Opposition tut: Sie lehnt das Kita-Geld ab, möchte mehr Geld für die qualitative Verbesserung der Betreuung ausgeben. Warum hat sie das nicht bereits getan, als sie an der Regierung war?

Die Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW möchte beides und hat diesen Weg auch eingeschlagen: eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Kinderbetreuung und eine zunehmende Entlastung der Familien. Das ist für uns kein Gegensatz, sondern zukunftsfähige Politik für unser Land und seine Menschen.