Drucken

Kräfte bündeln - Kommunale Bildungskonferenz im Landeshaus

Bildungspolitik für Schleswig-Holstein kann nur erfolgreich sein, wenn Kommunen und Land die anstehenden Herausforderungen gemeinsam angehen. Von dieser Erkenntnis ausgehend, luden die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) um ihren Vorsitzenden Ulf Daude und der Arbeitskreis Bildung der SPD-Landtagsfraktion um seinen Vorsitzenden Martin Habersaat zu einer „Kommunalen Bildungskonferenz“ ins Landeshaus ein. Gut 100 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus allen Teilen des Landes folgten der Einladung zu verschiedenen Workshops.

Den Auftakt der Veranstaltungen bildeten zwei Impulsreferate der Landesregierung: Finanzministerin Monika Heinold beleuchtete die Chancen für mehr Bildung unter den Bedingungen der Schuldenbremse, beschrieb die großen Anstrengungen der Landesregierung beim Kita-Ausbau und für mehr Lehrkräfte in Schulen, aber auch die Grenzen, die ein an den Bund gemeldeter Stellenabbaupfad setzt. Bildungsministerin Britta Ernst nutzte die Chance, sich den Gästen aus der Kommunalpolitik vorzustellen und beschrieb einige ihrer Arbeitsschwerpunkte für die nächsten Monate, etwa die Einrichtung einer Jugendberufsagentur und die Verbesserung von Unterrichtsqualität. „Mit Systemdebatten muss es jetzt auch mal gut sein“, forderte sie.

In insgesamt sechs Workshops befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend mit den Themen „neues Schulgesetz“, „Ganztagsschule“ und „Berufliche Bildung / Übergang Schule – Beruf“ sowie in einer zweiten Runde mit den Themen „Demografie und Bildung“, „Inklusion“ und „frühkindliche Bildung / Grundschule“. Immer ging es um die Verknüpfung landespolitischer Ziele mit den konkreten Erfahrungen aus der Kommune sowie um den Austausch der unterschiedlichen Sichtweisen. Martin Habersaat: „Es ist eine der großen Stärken der SPD, auf eine große Vernetzung in der Fläche und viel bildungspolitische Kompetenz zurückgreifen zu können.“ Oft geäußert wurde der Wunsch, von guten Lösungen an anderen Orten zu erfahren. Man müsse das Rad nicht immer neu erfinden. Habersaat: „Wir werden künftig noch mehr Austausch organisieren, hier können die Abgeordneten, die viel im Land herum kommen, gut als Relais fungieren.“ Ein besonderes Augenmerk wolle er auf die Kooperationen von weiterführenden Schulen mit und ohne Oberstufe legen.

Ulf Daude nahm für die AfB zahlreiche Projekte und Ideen für die kommenden Monate mit, manches ist schon konkreter in der Planung. So ist für Januar 2015 ein Kongress zum Thema „Ganztagsschule“ gemeinsam mit der AfB Hamburg geplant sowie ein weiterer zum Thema „frühkindliche Bildung“ im Mai 2015. Diese und weitere Termine befinden sich auf der Interseite der AfB SH: www.spd-net-sh.de/afb. Weiterhin arbeitet die AfB unter der Federführung von Christine Pluhar an einem Positionspapier zum Thema „Inklusion in der Schule“. Die AfB SH will sich aktiv an der Diskussion um ein in Vorbereitung befindliches Bundesteilhabegesetz beteiligen. „Wir werden auf dem Weg zur Inklusion dann weiterkommen, wenn Bund, Länder und Kommunen ihre Kräfte bündeln“, so Daude. „Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung ist ebenfalls  ein idealer Ort zur Vernetzung für bildungspolitisch aktiver Menschen, die sich intensiv an den Diskussionen und an der Gestaltung beteiligen wollen.“, so Daude weiter.

326
ak-bildung-habersaat.jpg

Das Fotos zeigt v.l.n.r.: Martin Habersaat (MdL), Dr.Ursula Dolinga (AfB), Thomas Waskow (AfB), Monika Heinold (Finanzministerin SH), Kai Vogel (MdL), Britta Ernst (Bildungsministerin SH), Tobias von Pein (MdL), Ulf Daude (AfB), Thomas Bultjer (AfB)