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Bildungspolitiker unterwegs in Sachen Inklusion

Einen ganzen Tag nahm sich der Bildungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags, um sich den Themen Inklusion und Kultur zu widmen. Mit dabei waren SPD-Bildungspolitiker aus Rheinland-Pfalz. Auf dem Programm standen ein Besuch des Förderzentrums körperliche und motorische Entwicklung Schwentinental, Unterrichtsbesuche in der Gallberg-Gemeinschaftsschule in Schleswig und Gespräche im Förderzentrum Schleswig-Kropp mit Leitern von Förderzentren, Grund- und Gemeinschaftsschulen. Der späte Nachmittag stand im Zeichen der Kultur mit einem Besuch der Stiftung Schloss Gottorf.

2008 trat eine UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Im Kern geht es um deren Recht an gleichberechtigter Teilhabe im gesellschaftlichen Leben. Besonders im Bildungsbereich, wo junge Menschen auf dieses gesellschaftliche Leben vorbereitet werden, führt diese Konvention zu Veränderungen. Immer mehr Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf werden an Regelschulen unterrichtet, ehemalige Sonderschulen wurden in Schleswig-Holstein zu „Schulen ohne Schüler“, die als Kompetenzzentren die Regelschulen in ihrer Umgebung beraten. Andere Förderzentren, beispielsweise in Schwentinental, müssen in ihrer bisherigen Form erhalten bleiben, kooperieren aber verstärkt mit Nachbarschulen. Über diese Entwicklungen informierte sich der Bildungsausschuss bei seiner Rundreise.

Die Delegation der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz um die bildungspolitische Sprecherin Bettina Brück folgte einer Einladung der schleswig-holsteinischen SPD-Bildungspolitiker. Martin Habersaat, stellvertretender Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein: „Wir hatten bei einem Treffen von SPD-Bildungspolitikern im vergangenen Jahr ausgemacht, uns länderübergreifend und mehrtägig über das Thema ‚Inklusion‘ auszutauschen. Dass unsere Gäste gleich die Rundreise des Ausschusses mitmachen konnten, war ein sehr glücklicher Zufall. Vielen Dank an die Ausschussvorsitzende Anke Erdmann und die Kolleginnen und Kollegen, die das ermöglicht haben.“ Auch mit Bürgerschaftsabgeordneten aus Hamburg werde es in Kürze einen solchen Austausch geben.

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Foto: In Schwentinental (vorne in der Mitte Martin Habersaat und Anke Erdmann)