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Besuch bei DESY und XFEL

2009 war Baubeginn für den European XFEL, eine Forschungsanlage, die ultrakurze Laserlichtblitze im Röntgenbereich erzeugt – mit einer Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die der besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art.

Der European XFEL wird gemeinsam mit zahlreichen Partnern realisiert, die European XFEL GmbH arbeitet eng mit dem Forschungszentrum DESY und internationalen Institutionen zusammen. Martin Habersaat, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur der SPD-Landtagsfraktion, informierte sich vor Ort über den Stand der Entwicklung.

Der European XFEL wird von einer eigenständigen Forschungsorganisation, der European XFEL GmbH, gebaut und betrieben. Diese Gesellschaft arbeitet nicht gewinnorientiert, sie wird rund 250 Menschen beschäftigen. Als Sitzland trägt Deutschland (Bund, Hamburg und Schleswig-Holstein) 54 Prozent der Baukosten; Russland übernimmt 23 Prozent und die anderen internationalen Partner zwischen einem und 3,5 Prozent. An dem Projekt beteiligen sich zurzeit 12 Länder (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien und Ungarn).

Der European XFEL verläuft größtenteils in Tunneln unter der Erde, zu denen drei Betriebsgelände Zugang ermöglichen. Die 3,4 Kilometer lange Anlage reicht von DESY in Hamburg bis in die schleswig-holsteinische Stadt Schenefeld im Kreis Pinneberg. Dort entsteht ein Forschungscampus, auf dem internationale Teams von Wissenschaftlern mit den intensiven Röntgenblitzen experimentieren werden. 2015 soll es losgehen. Martin Habersaat zeigte sich überzeugt von den Chancen, die die Anlage bietet: „XFEL ist ein gutes Beispiel für ein Erfolgsprojekt in der Metropolregion und ein gutes Beispiel für internationale Zusammenarbeit – hoffentlich wird es auch ein großer Impuls für Schleswig-Holstein als Forschungsstandort.“

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